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Die Rede zum 1. August fällt in diesem Jahr leider aus

Guter Text in der NZZ am Sonntag (F. Benini)

Am 1. August 2009 sprach der Literaturprofessor Peter von Matt auf dem Rütli - es war eine der wenigen Reden zum Nationalfeiertag, die in der Öffentlichkeit einen Nachhall fanden. Von Matt rief die Schweizer zu «brüderlicher Sympathie» auf im Verhältnis zu Europa. Die Heimat der Schweiz sei Europa, dessen Grossmächte seit mehr als einem halben Jahrhundert keinen Krieg mehr gegeneinander geführt hätten. «Wer nicht begreift, dass dieser Frieden auch der unsrige ist, hat einen armen Kopf und eine dürre Seele», sagte von Matt.

Drei Jahre später ist Europa das Thema, das in der Schweiz alles dominiert. Dabei ist es von nachrangiger Bedeutung, wie unser Land Druckversuche in Steuerangelegenheiten abzuwehren versucht. Wie der bilaterale Weg weiter beschritten wird. Wie in den Abkommen die Rechtsentwicklung der EU berücksichtigt wird. Das sind Fragen, die geklärt werden müssen. Entscheidend ist hingegen, ob es der EU gelingt, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen.

Vor wenigen Tagen warnten 17 europäische Wirtschaftsexperten davor, dass Europa «auf eine wirtschaftliche Katastrophe unabsehbaren Ausmasses» zusteuere. Die Ökonomen haben sich in den letzten Jahren verschiedentlich getäuscht. Trotzdem ist klar, dass Griechenland vor dem Staatsbankrott steht. Die Vertrauenskrise hat auf andere, grössere Länder wie Spanien und Italien übergegriffen, die bei der Ausgabe von Staatsanleihen für hohe Zinsen aufkommen müssen. Die Gemeinschaftswährung wankt.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, hat nun eine massive Intervention angedeutet. Die Schweiz ist in der Rolle des Beobachters. Sie muss hoffen, dass es Draghi und den Staatschefs der Euro-Zone gelingt, die für diesen Herbst befürchtete Eskalation der Krise abzuwenden. Weiten sich die Probleme aus, wären die Folgen auch für die Schweiz verheerend: ein Einbruch des Wirtschaftswachstums und eine schnell steigende Zahl von Arbeitslosen. Die Schweiz hat sich seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2007 erstaunlich gut gehalten, dank der Personenfreizügigkeit, dem dualen Bildungssystem und vernünftigen Arbeitsgesetzen. Die grossen Anstrengungen der letzten Jahre würden mit einem Schlag verpfuscht, sollte der Euro implodieren.

Die Schweizer tun sich schwer mit Festansprachen. Und ob das Land von einer schweren Wirtschaftskrise erfasst wird, entzieht sich unserem Einfluss. Es empfiehlt sich darum, dieses Jahr auf 1.-August-Reden zu verzichten und nach dem Verzehr der Bratwurst direkt zum Absingen der Nationalhymne überzugehen. «Betet, freie Schweizer, betet», heisst es im Liedtext. Mehr kann man nicht tun.

PS: Guten Rednern wird in vielen Ländern Anerkennung zuteil, in der Schweiz gelten sie als verdächtig, weil abgehoben. Kurt Furgler (CVP J) studierte Ciceros Schriften zur Redekunst, aber die rhetorische Beschlagenheit des St. Galler Bundesrates war seiner Popularität eher abträglich.

F. Benini

Mehr Mut und Lösungswille in der Europafrage

von Kathy Riklin, Zürich, Nationalrätin CVP, Mitglied der Aussenpolitischen Kommission und der EU-EFTA-Delegation

Artikel in Handelszeitung vom 17. Jan. 2013

Die sektoriellen Abkommen mit der EU sind zum Stillstand gekommen. Seit vier Jahren ist die Schweiz informiert, dass der bilaterale Weg kaum mehr weitergeführt werden kann. Denn bereits im Dezember 2008 forderte der Ministerrat der Europäischen Union, die künftigen wie die bestehenden bilateralen Verträge seien sowohl auf politischer wie auf judizieller Ebene zu dynamisieren. In der bundesrätlichen Legislaturplanung 2007-2011 wurde die Aufnahme von Verhandlungen mit der EU über ein Rahmenabkommen als Ziel festgehalten. Doch der Bundesrat gab 2010 selber zu, dass er keine Verhandlungen aufgenommen habe. Die Schweizer Regierung hielt unbeirrt am bilateralen Weg – dem angeblichen Königsweg - fest. Seit vier Jahren wurde kein sektorielles Abkommen mehr mit der EU abgeschlossen. Im Energiebereich sollte das Stromabkommen  bis 2014 unter Dach und Fach sein. Doch ohne Lösung der institutionellen Fragen ist die EU nicht bereit, darauf einzutreten. Der Brief des Kommissionspräsidenten Barroso datiert vom 21. Dezember 2012 ist unmissverständlich.

Nun kommt die Schweiz in Zeitnot. Es geht nicht nur um neue Abkommen, es geht auch um die Sicherung des bereits bestehenden Zugangs zum Europäischen Binnenmarkt für unsere Wirtschaft. Die Schweizer Diplomaten sollten nicht so tun als könne die Schweiz ihre Europapolitik vollkommen unabhängig von den Wünschen der EU-Kommission, der EU-Mitgliedsländer, des Europäischen Parlaments und des Europäischen Gerichtshofs gestalten. Auf Zeit spielen, wie es das EDA offensichtlich tut, ist keine empfehlenswerte Strategie.

Norwegen ist mit dem EWR gut gefahren. Gerade am Montag hat der Sekretär der Kommission, die den norwegischen EWR-Berichtes verfasst hat, Professor Ulf Sverdrup, bei der Vorstellung des 911 seitigen Buches in Bern die Zufriedenheit der Norweger mit dem EWR betont.

Die Schweiz spielt auf Zeit. Dabei wäre eine zu verhandelnde EWR-ähnliche Lösung ernsthaft zu prüfen und die EU wäre bereit, ergebnisoffen und zügig mit der Schweiz zu verhandeln. Ausnahmen in einzelnen für die Schweiz kritischen Bereichen müssten geprüft werden. Von Schweizer Diplomaten wird die fehlende volle Mitbestimmung und die laufende Übernahme von EU-Recht im EWR bemängelt. Beides ist so falsch. Beim autonomen Nachvollzug, den die Schweiz praktiziert, gibt es weder ein Mitbestimmungs- noch ein gestaltendes Mitspracherecht. Und bei den meisten Bilateralen Verträgen übernimmt die Schweiz neues EU-Recht angeblich autonom, aber intransparent. Norwegen und Island, welches übrigens eben sein EU-Beitrittsgesuch sistiert hat, bestimmen selbst, welches EU-Recht und wie sie diese neuen Gesetzesbestimmungen übernehmen wollen. Das Norwegische Parlament kommt häufig zum Schluss, dass das EU-Recht sogar bessere Regelungen bietet. Horribile dictu könnte dies ja manchmal auch für die Schweizer Gesetzgebung zutreffen. Der EWR würde der Schweiz, anders als der Bilateralismus, Rechtssicherheit garantieren. Drohungen aus Deutschland, man wolle bestimmten Schweizer Banken die Lizenz entziehen, wären bei einer EWR-Mitgliedschaft schwer vorstellbar. Der vielgepriesene diplomatische Weg stösst hier unweigerlich an seine Grenzen. Einziger Mangel der EWR-Lösung ist für viele Norweger das sog. Demokratiedefizit. Der Unterschied zwischen einem gut genutzten Mitspracherecht und dem vollen Mitbestimmungsrecht dürfte allerdings für einen Kleinstaat in einem EWR mit 30 Staaten graduell sein. Das sollten die Schweizer Sozialdemokraten bedenken, die immer noch von einen EU-Beitritt träumen und dieses Mitbestimmungsdefizit bemängeln.

Die Schweiz machte früher eine vorausschauende, gestaltende Aussenpolitik. Heute wartet sie ab und muss dann im Schnellzugstempo handeln. Der Bundesrat hat es verpasst, rechtzeitig eine ernsthafte innenpolitische Diskussion über Europa anzustossen. Es fehlt der Mut, die möglichen Wege ohne Scheuklappen zu diskutieren. In der Forschung sind wir schon lange international tätig und vernetzt und fürchten den Wettbewerb nicht, in aussenpolitischen Fragen versuchen wir uns abzuschirmen. 20 Jahre EWR-Nein haben die Europafrage immer mehr tabuisiert. Eine EWR-ähnliche Lösung mit Rechtsübernahme, Gericht und Überwachungsbehörde für den Binnenmarktbereich würde die Schweizer Freiheitsgrade kaum einschränken, dafür aber Rechtssicherheit und Ruhe bringen.

 

Fieberkurven für den Winter
Von Kathy Riklin, Nationalrätin CVP im Tagblatt der Stadt Zürich vom 26. Okt. 2011

Die nationalen Wahlen sind vorbei, die Plakate entfernt, der Winter steht vor der Tür. Trotz der tiefen Aussentemperaturen erwarten uns mit der neuen Legislatur viele heisse Themen, unter anderem die Boni-Steuer, die Frankenstärke und die Zusammenarbeit mit der EU. Vor besonders vielen Herausforderungen stehen wir in der Sozial- und Gesundheitspolitik. Die Pensionskassen sind in gefährlicher Unterdeckung, die Einnahmen und Ausgaben der AHV sind bald nicht mehr im Gleichgewicht und die Demografischen Probleme werden unsere Gesellschaft enorm belasten.

Ein Sektor ist ganz besonders teuer und komplex. Wie Bienenschwärme beschäftigen sich unzählige Interessenvertreter mit diesem Patienten. Es ist unser Gesundheitssystem. Bereits sind die Krankenkassenprämien für das Jahr 2012 eingetroffen. Die Kosten steigen jedes Jahr, wie ein fatales Naturgesetz. Auch nächstes Jahr müssen die Zürcher rund 4 Prozent mehr Beiträge bezahlen. Besonders betroffen ist der Mittelstand, welcher keine Prämienverbilligungen erhält.

Doch was uns Stadtzürcher besonders ärgert, ist die Aufteilung des Kantons in drei Prämienregionen. Dies benachteiligt uns Zürcherinnen und Zürcher, welche in die teuerste Zone eingeteilt wurden. Damit bezahlen wir monatlich bis zu 100 Franken mehr Krankenkassenprämien als die günstigste Region im Kanton. Auch der Bundesrat wollte dies ändern und einen Vorstoss von mir entgegennehmen. Bundesrat Burkhalter meinte „Eine Aufhebung der Prämienregionen ermöglicht, das Prämiensystem zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Die Schaffung von einheitlichen Prämienregionen ist eine gerechtfertigte Vereinfachung.“ Dies findet auch der freisinnige Zürcher Gesundheitsdirektor. Dumm nur, dass vor sieben Wochen die beiden Stadtzürcher FDP-Vertreter im Nationalrat meinen Vorstoss abgelehnt haben - und damit die Motion mit 90 Ja zu 94 Nein versenkten. Beinahe wäre dies unbeachtet geblieben. Die Medien haben lieber über Zottel geschrieben.

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Unsere Europa-Politik
8. Juni 2011 Votum im Nationalrat

Die CVP unterstützt die Weiterführung des bilateralen Weges, der sich als mehrheitsfähig und erfolgreich erwiesen hat. Wir helfen mit Antworten zu finden, um die institutionellen Fragen zu lösen. 
Die CVP ist der Auffassung, dass die Schweiz und die EU ein wohlverstandenes Interesse haben, dass der freie Marktzutritt nicht durch neue Rechtsentwicklungen eingeschränkt wird, die Rechtssicherheit gewährleistet und die zahlreichen Abkommen effizient verwaltet werden.
Die Aufrechterhaltung eines angemessenen Marktzuganges zum EU-Binnenmarkt ist uns wichtig. Es ist festzuhalten, dass 95 Prozent der geforderten Gesetzesanpassungen im rein technischen Bereich liegen und daher kaum problematisch wären.
Ich bin mit der Wirtschaft der Meinung, dass in einigen Bereichen durch institutionelle Mechanismen sogar Verbesserungen in den schwierigen aussenwirtschaftlichen Beziehungen und bei der Umsetzung der bilateralen Abkommen erzielt werden könnten. Die Streitbeilegung, die heute in gemischten Ausschüssen erfolgt, ist offensichtlich nur ein Schönwettersystem, welches bei echten Schwierigkeiten wie wir sie heute mit Italien haben, jahrelang dauert-und an seine Grenzen stösst.
Die CVP will neue sektorielle Abkommen, An erster Stelle stehen Stromabkommen und Chemikalienabkommen. Essentiell dabei sind der Erhalt unseres Handlungsspielraumes bei der Entscheidungsfindung.
Das Thema EU-Betritt ist in der Strategie der rechten Populisten zur fundamentalen Frage hochstilisiert worden. Dabei stellt sich diese Frage gar nicht. Wenn Christoph Blocher und seine Mannschaft sich an allen Podien bemühen, den anderen einen Geheimplan für einen EU-Betritt zu unterstellen, so ist dies billig und unwahr. Ein EU Beitritt steht nicht zur Diskussion. Auch wenn die Schweiz das 1992 eingereichte Beitrittsgesuch zur EU nicht zurückzieht, ist dieses gegenstandslos. Die EU hat sich gewandelt und ist von 12 auf 27 Mitgliedsländer angewachsen. 

FZA
Die Personenfreizügigkeit mit der EU ist ein Erfolg. Sie hat massgeblich zum Wirtschaftswachstum in der Schweiz beigetragen und hat neue Arbeitsplätze generiert. Eine Kündigung der Personenfreizügigkeit kommt für die CVP nicht in Frage. Wir sind uns aber bewusst, dass die Personenfreizügigkeit auch Probleme mit sich bringt.
Nur wer eine Arbeit in der Schweiz nachweisen kann, hat das Recht auf eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.
Der Bundesrat muss sich dafür einsetzen, dass für CH-Dienstleistungserbringer im europäischen Ausland die gleichen Voraussetzungen gelten wie für ausländische Dienstleistungserbringer in der Schweiz. 

Schengen/Dublin
Die CVP steht zu Schengen/Dublin. Diese bringen Vorteile in den Bereichen Sicherheit und Tourismus. Allerdings braucht es eine konsequente Umsetzung der beiden Abkommen.

Zum Schluss Wir sollten unsere Beziehungen zu unseren europäischen Nachbarn freundschaftlich, gelassener und weniger emotional gestalten.
Die EU hat für Frieden, die Wahrung und die Förderung gemeinsamer Werte in Europa gesorgt

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Krankenkassen-Prämienregionen

Gerechte Krankenkassenprämien für die Zürcher Bevölkerung.
Der Bundesrat nimmt einen Vorstoss von Kathy Riklin an, welcher nur noch eine statt drei Prämienregionen bei der obligatorischen Krankenkasse im Kanton Zürich verlangt.

Alle Jahre steigen die Krankenkassengebühren. Dies ist beinahe zu einem traurigen Naturgesetz geworden. Ganz speziell hart trifft es die Bewohnerinnen und Bewohner Zürichs. Heute bezahlen die Stadtzürcher bis zu 30% höhere Krankenkassenprämien, nur weil Sie nicht in Zollikon, Uster oder Rafz wohnen. Kantonal unterschiedliche Prämien lassen sich aber nicht mehr rechtfertigen. Diese stossende Ungerechtigkeit soll nun ein Ende haben. Bundesrat Burkhalter ist bereit eine Motion von Nationalrätin Kathy Riklin, CVP Zürich, entgegenzunehmen, welche eine Vereinfachung der unterschiedlichen Prämienregionen in der Schweiz verlangt. Der kantonale Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger unterstützt die Forderung nach einer einzigen kantonalen Prämienregion. Dies sei auch im Hinblick auf die freie Spitalwahl sinnvoll.

Der Versicherte, der in der Stadt Zürich wohnt, muss bis heute, unabhängig von seinem persönlichen Verhalten und seinem Gesundheitszustand, höhere Gebühren bezahlen, beispielsweise bei Helsana im Jahr 2010 in der Prämienregion Stadt Zürich 382.30 Franken, in der Prämienregion Zürich Land nur 297.60 Franken (bei Franchise von Fr. 300).

Die Städter gingen häufiger zum Arzt und die vielen Spezialärzte in den Städten führten zu Mehrkonsum, behaupten die Kassen. Dies ist eine unhaltbare Behauptung, denn das Gesundheitsverhalten hört sicher nicht an der Stadtgrenze auf. Offensichtlich sind die Krankenkassen interessiert, möglichst viele Tarifzonen und möglichst viele unterschiedliche Kassen zu betreiben, denn je komplizierter die Strukturen, umso intransparenter das System und umso höher die Verwaltungskosten. Die höheren Gesundheitskosten in den Städten hängen allenfalls mit der Bevölkerungsstruktur zusammen, da mehr ältere Leute in der Stadt wohnen. Die Stadtzürcher werden aber bereits durch höhere Steuern und teure Wohnungsmieten finanziell stark belastet.

Rechtsgleichheit herstellen

Versicherungssysteme, und um ein solches handelt es sich bei der Krankenversicherung, beruhen auf dem Solidaritätsprinzip. Verursachergerechte Prämien, welche willkürlich auf den Wohnsitz abstützen, sind diskriminierend. Diese willkürliche Differenzierung widerspricht auch der Kantonsverfassung, die allen Bürgerinnen und Bürgern Rechtsgleichheit garantiert.

Es ist Zeit, dass die diskriminierenden, regional abgestuften Krankenkassengebühren im Kanton Zürich endlich der Vergangenheit angehören. Andernfalls droht ein Ja zu einer kantonalen oder schweizerischen Einheitskasse und dies wäre dann ein grosser und kaum erwünschter Einschnitt. Der Vorstoss der Stadtzürcher CVP-Vertreterin zur Vereinfachung der Prämienregionen wird von städtischen Parlamentariern der EVP, GP, SP bis zur SVP unterstützt. Auch für den Bundesrat ist die Schaffung von einheitlichen Prämienregionen eine gerechtfertigte Vereinfachung. Es ist zu hoffen, dass die Zürcher Bevölkerung bald profitieren wird.
Link zum Tagblatt Artikel.

Kathy Riklin, Nationalrätin CVP Zürich

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Affäre Couchepin - Mengele eine Politposse

Mein Votum am 20.3.2008 im Nationalrat:

Herr Präsident, liebe Büromitglieder, liebe Ratskolleginnen und Kollegen
Riklin: Das Büro hat 5 Mitgliedern der WBK des Nationalrates einen Verweis erteilt. Wir WBK-Kommissionsmitglieder, die zu den bereits in der Zeitung Südostschweiz vom 6. Februar veröffentlichten Fakten Stellung genommen haben, werden abgestraft. Bei der heute diskutierten Frage geht es um Gerechtigkeit, Verhältnismässigkeit, und um Ehrenhaftigkeit. 
Meine Damen und Herren: Ich habe den Eindruck, an uns soll ein Exempel statuiert werden. Das ist Symtpombekämpfung!
Warum?
Was steht fest?
-      Ich stelle fest, dass der Verursacher des unakzeptablen Spruches, Bundesrat Couchepin von seiner Immunität geschützt wird.
-      Dasjenige Ratsmitglied, welches die Indiskretion begangen hat und den Journalisten Gieri Cavelty informierte, wird leider kaum ausfindig gemacht und somit auch nie bestraft werden.

Am 6. Februar standen wir vor der Wahl: Tatsachen unter den Teppich wischen oder zu den Fakten stehen. Hätten wir alle Schweigen sollen? Wie die Sphinx gleichgültig auf Vorwürfe schweigen, die unsere Kommission, die WBK, in der Öffentlichkeit als Feiglinge, ja als Holocaust-Verharmloser hinstellte.
Kurzum: Das Thema war lanciert – ohne unser Zutun, ohne mein Zutun nota bene! Die Spekulationen überschlugen sich. Ich überlegte: Gerade weil die Shoah so schrecklich ist, kann man doch nicht schweigen!

Mein Fazit zur diskutierten Angelegenheit: Wer zur Wahrheit steht, wird offensichtlich gerügt und ins Abseits manövriert. Mut und Geradlinigkeit sind nicht erwünscht.
Meine Damen und Herren - ich akzeptiere eine hellgelbe Karte. Und ich erwarte Gerechtigkeit. Gerechtigkeit heisst, dass die Verursacher bestraft werden. Und ich erwarte Verhältnismässigkeit:

Ich staune, dass im letzten Jahr, wo wöchentlich neue Indiskretionen zu den GPK-Untersuchungen in den Medien aufgetaucht waren, nichts passiert ist. Keine Rügen des Büros! Wo bleibt da das Augenmass? 
Ich stelle fest, dass die Auswahl der Kommissionsmitglieder, die einen Verweis erhalten, parteiisch ist. Beinahe die ganze WBK müsste ins Verfahren einbezogen werden. Das Büro handelt willkürlich.
Wollen wir mit internen Verfahren und inquisitorischen Massnahmen gegen Parlamententsabgeordnete vorgehen? Wollen sie mit akribischem Eifer nach Sündenböcken suchen? Haben wir darum seit neuestem eine 500 Franken teure Rechtsschutzversicherung? 

Wenn meine Kollegen eine Abstimmung verlangen, muss ich mich nolens volens diesem Antrag anschliessen. Eigentlich möchte ich Sie bitten, dieses Hornbergerschiessen so rasch wie möglich zu beenden. Es ist unwürdig. Es handelt sich nicht um eine Amtsgeheimnisverletzung, sondern um Kommissionsgeschwätz. Ich appelliere an Sie:
Wahren Sie Verhältnismässigkeit, Augenmass, Gerechtigkeit und Unpartei-lichkeit. Danke.
Kathy Riklin, Nationalrätin CVP Zürich


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Alle gegen alle in den nationalen Wahlen - so wie es sein soll
NZZ vom 14.7.2007

Stellungnahme von Kathy Riklin
„Si tacuisses philosophus mansisses“ ist ein bekanntes lateinisches Sprichwort, welches für einige Ständeratskandidaten unzweifelhafte Gültigkeit hat. Im Vorwahlkampf zu den nationalen Wahlen vom 21. Oktober wurde dies offensichtlich. Unglaubwürdige martialische Low-and-Order-Politik der linken Kandidatin und standortfeindliche Europa- und Ausländer-politik, garniert mit einem angestrebten Minarettverbot des rechten Vertreters sind nicht die politischen Grundhaltungen, die der Kanton Zürich braucht. Ständerats-wahlen sind bekanntlich Wahlen für die Legislative, die „chambre de réflexion“. Eine Ständeratsvertretung sollte zudem in eine starke Fraktion eingebettet sein, um Wirksamkeit zu erzielen.

Eine Ständerätin muss sich mit Gesetzesarbeit, Kredit- und Budgetvorlagen beschäftigen und die Interessen des ganzen Kantons Zürich wahrnehmen. Dazu gehören in erster Linie Wirtschaftsfragen, aber auch Bildungsfragen im weiteren Sinne. Diese Interessen hat Kathy Riklin in den letzten 4 Jahren klar und deutlich vertreten. Erkenntlich wird dies auch durch ihr Abstimmungsverhalten, welches die NZZ leider bis heute nicht publiziert hat. Wie realistisch ist die Geschlossenheit bei Gutzwiller und Maurer? titelte die NZZ am 1. Juni einen Artikel zum Abstimmungs-verhalten von Felix Gutzwiller und Ueli Maurer und zitierte den Wissenschafter Hermann: „Mit der CVP hat die FDP mehr Gemeinsamkeiten, aus diesem Grund würden Gutzwiller und die CVP-Kandidatin Kathy Riklin der Vorstellung der ungeteilten Standesstimme mehr entsprechen“.

In der Junisession hat Kathy Riklin mehrmals klar und deutlich Stellung genommen. So im Rahmen des Sprachengesetzes zur Verteidigung der Fremdsprachenregelung, die einerseits die Zürcher Lösung zulässt, aber auch einem landesweiten Kompromiss entspricht, aber auch zur Internationalen Humanitären Hilfe des Bundes, gegen die Einbürgerungsinitiative der SVP und für eine Bundeskulturpolitik, die Ihren Namen verdient. Zusammen mit allen Umweltschutzverbänden hat Kathy Riklin sich an vorderster Stelle für die Landschaft­sinitiative eingesetzt. Allein im letzten Monat wurde Riklin 45 Mal in Zeitungen zitiert. Ihre Homepage ist im Gegensatz zu anderen Kandidaten aktuell und informativ.
Wenn diese nationalen Auftritte bei der Zürcher NZZ Redaktion nicht zur Kenntnis genommen werden, kann es sich hier nur um ein Wahrnehmungsproblem des schreibenden Lokalredaktors handeln.
Kathy Riklin, Nationalrätin CVP

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Raumfahrt – Chance für technische Innovation und universalen
Weitblick
Referat gehalten am 8. April 2008 anlässlich der Veranstaltung in der ETH Zürich zur Astronautenselektion der ESA: Traumjob Astronaut/-in

 Raumfahrt ESA Astronauten Speech K. Riklin 8.4.2008.pdf